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Einweihung des Ekkehard-Hauses Huysburg am 21. Januar 2007

Eingang Ekkehardhaus (Foto: Huysburg)
Eingang Ekkehard-Haus

Bischof Dr. Gerhard Feige, Bistum Magdeburg, und unser Abt Ignatius Maaß OSB hatten gemeinsam zur Einweihung in den Kaisersaal des Tagungs- und Gästehauses Ekkehard-Haus eingeladen. Es ist in den letzten Jahren entstanden im Zusammenwirken von Bistum Magdeburg und Abtei St. Matthias, Trier-Huysburg.

Zunächst erklang Musik: Sonate 5 in e-moll von Antonio Vivaldi, 1. und 2. Satz – dieses wie die anderen Stücke einfühlsam, präzise und kraftvoll interpretiert vom Ehepaar Christiane Herrmann (Flügel) und Jens Herrmann (Violoncello).

Dann begrüßte Abt Ignatius auch im Namen des Bischofs die ca. 200 Gäste: Unter ihnen Minister Dr. Reiner Haseloff, Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Landtagsabgeordneten aus verschiedenen Parteien, die Vertreter des Bistums Magdeburg vom Bischöflichen Ordinariat, die Dechanten und die Nachbarpfarrer und Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie die Mitglieder der pfarrlichen Gremien. Repräsentiert waren auch die kommunalen Entscheidungsträger und Behörden in Landkreis und Kommune. Die Planer und die Geschäftsleitungen der hier tätigen Firmen waren anwesend. Darüber hinaus konnten wir viele Mitglieder des Fördervereins und des Oblaten- und Freundeskreises begrüßen, als Vertreterinnen unserer Schwestern aus Dinklage Äbtissin Máire und Schwester Lioba.

Gäste der Einweihung (Foto: Waltraud Thomas)
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Abt Ignatius dankte zunächst allen Anwesenden für ihren je eigenen Beitrag dazu, dass mit der Einweihung des Ekkehard-Hauses ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Erneuerung und Wiedergewinnung der Huysburg für die heutige Zeit erreicht sei. Die Nutzbarmachung des romanischen Kreuzgang-Südflügels für die Tagesbesucher mit einem Empfangsbereich (Café- und Ladenbereich) im Erdgeschoß und einem Ausstellungsprojekt im romanischen Saal des Obergeschosses liegt – so Abt Ignatius – allerdings noch vor uns. Er rief noch einmal die Entstehung der Verbindung zwischen der Huysburg und Trier aufgrund der gemeinsamen Zugehörigkeit zur Benediktinerkongregation von der Verkündigung in Erinnerung, die sich, angefangen von den ersten Kontakten in der DDR-Zeit, nach der Wende intensivierte:

Abt Ansgar Schmidt von St. Matthias in Trier wurde 1991 Administrator, also kommissarischer Leiter, der Gemeinschaft auf der Huysburg und beauftragte 1993 Bruder Athanasius Polag als Prior, zusammen mit den hiesigen Brüdern, den inneren und äußeren Aufbau der Huysburg voranzutreiben. Im September 2004 haben sich die beiden Klöster zu einer Gesamtgemeinschaft mit den beiden Standorten Trier und Huysburg zusammengeschlossen. Abt Ignatius: "Wir Mattheiser freuen uns, dass wir uns in dieser Weise für die Magdeburger Ortskirche, der Partnerdiözese des Bistums Trier, engagieren können und so auch für das Zusammenwachsen von Ost und West einen Beitrag leisten können."

Bischof Dr. Gerhard Feige (Foto: Benediktinerkloster Huysburg)
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Bischof Dr. Gerhard Feige, Magdeburg

Bischof Gerhard ging ein auf die Bedeutung der Huysburg für die Katholiken der Umgebung und für das 1994 neu entstandene Bistum Magdeburg: Schon direkt nach der Auflösung des Klosters zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Huysburg Sitz des Bischöflichen Kommissars des Bischofs von Paderborn, zu dessen Verantwortungsbereich das Gebiet gehörte. Mit dem Priesterseminar in den 1950er Jahren wurde es möglich, auf der Huysburg einen Sammlungs- und Begegnungsort für die über die Fläche des heutigen Sachsen-Anhalt und darüber hinaus zerstreuten Katholiken zu schaffen. Nachdem dieses Pastoralseminar 1993 nach Erfurt verlegt worden war, hat die 1972 wiederbegründete benediktinische Gemeinschaft die Betreuung dieses geistlichen Ortes im Auftrag des Bistums übernommen. So biete sich hier die Chance der Entfaltung benediktinischer Gastfreundschaft, die geprägt sei "durch die Spannung von Identität und Offenheit". Diese fruchtbare Spannung könne es hier Menschen in noch anderer Weise als in den Gemeinden ermöglichen, Glauben und christliches Leben zu erfahren und sich ihm anzunähern.

Minister Dr. Reiner Haseloff (Foto: Benediktinerkloster Huysburg)
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Minister Dr. Reiner Haseloff

Minister Dr. Haseloff stellte die Förderung der Baumassnahmen durch das Land Sachsen-Anhalt aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) heraus. Er betonte, dass die Huysburg nicht nur – wie dies bei den Worten von Abt Ignatius und Bischof Gerhard naturgemäß im Vordergrund stand – eine kirchliche und geistliche Bedeutung habe, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor in der Region sei: 16 Arbeitsplätze, dazu 2 Ausbildungsplätze werden neu geschaffen. Auch die touristische Anziehungskraft und die damit verbundenen Auswirkungen für die regionale Wirtschaft würden sich mit der fortschreitenden Herrichtung der Funktionsfähigkeit der Gebäude und Angebote weiter verbessern. Deshalb – so der Minister – werde neben anderen ähnlichen Maßnahmen und Objekten auch der Huysburg in Zukunft die Aufmerksamkeit und die tatkräftige Hilfe seines Hauses gelten. Dafür warb er um Unterstützung bei den anwesenden Mandatsträgern, die letztlich über die politische Verwirklichung dieser Ziele entscheiden. Die Schilderung eines Erlebnisses bei einer Wallfahrt zur Huysburg mit seiner Familie gab der Rede von Minister Haseloff einen eigenen persönlich gefärbten Schlusston.

Foto: Waltraud Thomas
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Musik: Sonate 5 in e-moll von Antonio Vivaldi, 3. und 4. Satz

Bruder Antonius stellte in einem kurzen Vortrag Leitbild, Ziele und Schwerpunkte dar, die die inhaltliche Arbeit im Ekkehard-Haus bestimmen sollen. "Wir sehen das Ekkehard-Haus als Tagungs- und Gästehaus vor allem eingebunden in die Gesamtheit der Huysburg. So gehen wir nicht bloß von den Gästen eines klassischen Bildungshauses aus. Wir haben nicht nur sie im Blick. Ja, wir verstehen das Ekkehard-Haus nicht als noch ein weiteres Bildungshaus, wie es eine Reihe anderer schon gibt in unserem Bistum und darüber hinaus, sondern wir meinen: das Ekkehard-Haus hat schon eine ganz eigene Prägung und wird sie immer mehr gewinnen." Diese Prägung leite sich her von der auf der Huysburg gegebenen einzigartigen Verbindung zwischen Natur und christlicher Lebenskultur, die es möglich mache, hier in ganz eigener Weise Erfahrungsräume zu öffnen. "Wer hierher kommt, hat die Chance, nicht nur Natur und Architektur zu erleben. Sondern die Huysburg ist ein Ort der Begegnung – auch wenn sie nicht immer glückt, ein Ort der Begegnung mit denen, die versuchen, diesem Ort ein Gesicht zu geben; und mit anderen, die auch hierher kommen; und schließlich ein Ort der Begegnung mit Gott. Wir möchten diese Chancen der Huysburg fruchtbar machen für alle, die hierher kommen, in Gruppen oder einzeln, als Besucher, als Touristen entlang der Strasse der Romanik, als Pilger auf dem nach und nach auch hierzulande wieder entdeckten Jakobsweg, für die, die in unserer Umgebung wohnen – und eben auch ausdrücklich für die Gäste des Ekkehard-Hauses." Aber nicht nur der Blick auf die Chancen des Ortes sondern vor allem auch auf die Menschen, die hier leben, sei Grundlage für die Frage nach der Ausrichtung und den Schwerpunkten der Arbeit des Tagungs- und Gästehauses.

Als Kernsätze aus dem Leitbild zitierte Bruder Antonius: "Wir nehmen die Herausforderung an, unsere Aufmerksamkeit den Menschen zuzuwenden, die nicht mit dem Glauben und dem kirchlichen Leben vertraut oder verbunden sind. Das ist unser vordringliches Anliegen. Deshalb tragen wir dazu bei, dass in unserer Kirche die Aufmerksamkeit für die Menschen Kraft gewinnt, die nicht mit dem Glauben vertraut oder verbunden sind. Dazu stellen wir uns in den Dienst der Einzelnen und der kirchlichen Gruppen, die dieses Anliegen selbst verfolgen und weiter tragen wollen."

Daraus ergeben sich Schwerpunkte und Ziele zunächst im Hinblick auf alle. Im Leitbild heißt es dazu:

"Im Ekkehard-Haus möchten die Verantwortlichen:

  • Menschen die Erfahrung anbieten, ohne Vorbedingung im Raum von Kirche willkommen zu sein.
  • Menschen darin unterstützen, die Schätze der Natur und Kultur auf der Huysburg wahrzunehmen und für ihr Leben zu 'nutzen'.
  • Menschen entgegenkommen, die Ruhe, Stille und inneres Aufatmen und Konzentration auf ihrem Lebensweg suchen.
  • Menschen darin unterstützen, an wichtigen Punkten ihres Lebens der Sehnsucht nach Gehalten- und Bewahrtsein Ausdruck zu verleihen.
  • Menschen, die nach dem 'Mehr' des Lebens fragen, eine Möglichkeit bieten, den christlichen Glauben kennen zu lernen als Weg zur Deutung und zur Gestaltung des eigenen Lebens.
  • Menschen in Konflikten Begleitung anbieten in der Suche nach Orientierung und Versöhnung.

Und mit Blickrichtung auf den Innenraum der Kirche:

  • Christen dabei unterstützen und begleiten, zu personaler Glaubenserfahrung auf dem eigenen persönlichen Lebensweg zu finden und sich darin zu erneuern.
  • einzelne Christen, Gruppen in Gemeinden, Gemeinden ermutigen, Ausdrucksformen des Glaubens zu finden (in persönlichem Ritual, in verbalen Formulierungen und besonders auch in Formen des Gottesdienstes), die als authentisch und den eigenen Glauben stärkend erlebt werden.
  • Christen darin bestärken, den eigenen Glauben einladend zu leben (in Gottesdienst, persönlicher Lebensgestaltung, im Sprechen über den Glauben und im diakonischen Handeln).
  • Für Gemeinden, kirchliche Gemeinschaften und Verbände im Rahmen von Tagesaufenthalten
    — ermöglichen: Erfahrung von Gemeinschaft im Gottesdienst und in der Begegnung
    — anbieten: Impulse zur Erneuerung und Vertiefung des Glaubens."

Musik Kol Nidrei – Adagio nach hebräischen Melodien von Max Bruch

Segnung durch Bischof Gerhard (Foto: Waltraud Thomas)
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Segnung durch Bischof Gerhard

Die eigentliche Segnung des Hauses durch den Bischof fand nun im Foyer des Erdgeschosses statt. Dort ist ein Bronzeabguss der gotischen Grabplatte von Ekkehard, dem Namensgeber und ersten Abt des Klosters im 11. Jahrhundert, angebracht. Zunächst deutete Bischof Gerhard die Segnung als Fürbitte für die Menschen, die hier ein- und ausgehen und hier arbeiten – als Bitte an Gott um Schutz Heil für Leib und Seele, die nichts Magisches an sich hat. Dann segnete er stellvertretend für alle Räume das Foyer, den Speisesaal und den Küchenbereich. Währenddessen waren alle eingeladen, gemeinsam das Lied zu singen "Nun danket all und bringet Ehr’, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt".

Bruder Athanasius Polag im Gespräch (Foto: Benediktinerkloster Huysburg)
Vergrößern (bitte ggf. JavaScript aktivieren)Bruder Athanasius Polag im Gespräch

 
Nach einem Imbiss im Jagdsaal, dem kleineren Saal auf der anderen Seite des Treppenhauses, klang der Nachmittag aus mit dem Abendlob, der Vesper in der Kirche.
 

Wenn die Arbeiten am romanischen Kreuzgang-Südflügel (früher sogenannte Bibliothek), dem anschließendem Treppenhaus und an den Außenanlagen im Sommer 2008 abgeschlossen sein werden, soll ein größerer Festtag stattfinden, an dem sich auch die hier tätigen Firmen präsentieren. Ein "Tag der offenen Tür" für alle aus der näheren und weiteren Umgebung ist geplant für Sonntag, 13. Mai 2007, im Anschluss an die Benedictus-Wallfahrt.
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HUYSBURG AKTUELL

 

SO 21. Mai, 15.30 Uhr

Gregorianik plus … Horn

Sonntagnachmittage vor und nach Ostern, die in besonderer Weise von Gregorianischem Choral geprägt sind: gesungen von den Huysburger Mönchen, weiter entfaltet durch Soloinstrumentalisten – mit dem Huysburger Konvent und Michael Klamp (Horn), Braunschweig

Ort: Huysburg (Klosterkirche)

Eintritt frei, Spende erbeten

Weitere Informationen

 

MO 22. bis SO 28. Mai

Romanik erfahren – rund um die Huysburg

Tür an Tür mit der Romanik, bietet das Ekkehard-Haus Unterkunft und Verpflegung für Sie. Es ist Ausgangspunkt für Exkursionen zu markanten und exponierten Orten der "Straße der Romanik". Schwerpunkte sind Architektur und Bauplastik.

 

SA 27. Mai, 15.30 Uhr

"Der Liebe Wege" – Konzert zum Tag der Romanik

Elisabeth Cutler, Mats Hedberg, Regina Mudrich und Martin Zemke

Ort: Huysburg (Klosterkirche)

Eintritt frei, Spende erbeten


Auftaktveranstaltung zum "Grünen Hahn"

Huysburg ist auf dem Weg zu einem zertifizierten Umweltmanagement

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Jahresprogramm 2017

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