| Außen |
Die Westtürme der 1121 geweihten
Kirche wurden 1487 erhöht und durch gotische Turmhelme erweitert.
Die Turmspitzen tragen kupferne Wetterfahnen mit der Darstellung
der Mutter Gottes und des heiligen Benedikts.
Dach und Giebel wurden 1492 steiler gestaltet.
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| Grundriss |
Die Kirche war ursprünglich eine
kreuzförmige, dreischiffige Basilika. In der ersten Bauphase
hatte die Kirche im Osten drei Apsiden, deren Ansätze im Querschiff
noch immer zu sehen sind. Der Plan wurde jedoch noch während
des Baus geändert und ein langer Chorraum angebaut.
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| Innenraum |
Die mit Licht durchflutete Kirche ist
geprägt durch den rheinischen Stützenwechsel, bestehend
aus Pfeiler und Säule mit korinthisierenden Kapitellen mit Pflanzenornamentik.
Eine stilistische Besonderheit sind die Blendarkarden (übergreifende
Bögen) im Langhaus.
Die ursprünglich mit Malereien verzierten Wände zeichnen sich
nun durch große Obergadenfenster aus.
Der Innenraum besteht hauptsächlich aus einer spätbarocken Einrichtung,
die er nach den Zerstörungen in den Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts
erhielt. |
Decken-
gemälde |
Die Deckengemälde von 1729 befinden
sich nicht mehr in ihrem Originalzustand, da sie 1815 übermalt
und 1930 teilweise restauriert wurden. Sie zeigen das Wirken Gottes
in der Geschichte durch Jesus Christus.
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| Chorgestühl |
Das gotische Chorgestühl befindet
sich im Chorraum und ist, trotz seiner einfachen Verzierung, das
Symbol für das Wesentliche, das die Mönche in der Kirche
tun: Lobpreis Gottes und Fürbitte für die Menschen.
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| Hochaltar |
Der Hochaltar wurde 1787 vom Halberstädter
Bildhauer Stubenitzky fertig gestellt. Im Zentrum befindet sich der
Tabernakel in Form eines Tempels mit dem Lamm und dem Buch mit den
sieben Siegeln. Das Altarbild wurde von Anton Joseph Stratman aus
Paderborn gemalt und ist inhaltlich eng an die gesamte Gestaltung
des Altars angelehnt. Über dem Altarbild sieht man die symbolhafte Darstellung
des dreifaltigen Gottes. Komplettiert wird der Altar durch die
filigran herausgearbeiteten Figuren
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Weiteres
Inventar |
Der Tischler Eikenköller und der
Bildhauer Hinse fertigten bis 1793 die Chorschranken, die beiden
Nebenaltäre sowie den Beichtstuhl.
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Orgel und
Kanzel |
Unter Abt Konrad v. Nolten wurden 1760
die Orgel und 1767 die Kanzel geschaffen. Das Orgelprospekt schnitzte
der Halberstädter Bildhauer Bartholdi. Die Orgel baute Adolar
Papenius. Da das Werk durch mangelnde Pflege im 19. Jh. stark beschädigt
war, musste es 1983 durch ein neues Werk mit 27 Registern ersetzt
werden. Gebaut wurde dieses von der Orgelbaufirma Eule aus Bautzen.
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Türsturz-
fragment |
An der nördlichen Außenwand in der Nähe des Orgelaufganges befindet sich ein romanisches Türsturzfragment. Auf ihm ist ein verkündender Engel zu sehen. Aus diesem Beispiel ist das hohe künstlerische Niveau der zerstörten Chorschranken ersichtlich.
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| Grab des seligen Ekkehard |
Der erste Abt des Klosters Ekkehard
(† 1084) ist im nördlichen Querhausarm beigesetzt. Eine
in Gips gearbeitete Platte wird durch einen Bronzeabguss bedeckt.
An der Wand ist eine spätgotische Pietà aus einer zerstörten
Dorfkirche angebracht.
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| Taufbecken |
In der Westapsis steht das frühbarocke Taufbecken. Auf dem Deckel wird die Taufe Jesus durch Johannes den Täufer dargestellt.
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| Grab des Abts Nikolaus von Zitzewitz |
Abt Nikolaus von Zitzewitz ist im südlichen Querhausarm beigesetzt. Er wird als zweiter Begründer des Klosters nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges angesehen.
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Marienkapelle |
Über eine Tür
an der Stelle der früheren Apsis wird die Marienkapelle erreicht,
die ursprünglich
ein Nebenchor war. Geprägt wird sie heute von der Kopie der
romanischen Madonna aus dem Portal des Paderborner Domes.
Kardinal
Lorenz Jäger stiftete 1952 diese Plastik, zu welcher der Bildhauer
J. Suberg 1984 die Mandorla schuf. Auf ihr sind verschiedene
Gebetsanliegen dargestellt.
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