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Mönchsgemeinschaft: Mönch werden

Der Wunsch, sein Christsein als Mönch zu leben, kann bei dem einen allmählich wachsen; bei einem anderen mag er mit einem eindrücklichen religiösen Erlebnis verbunden sein. Man muss dazu keineswegs schon alles über den Glauben und das christliche Leben wissen und schon gar nicht sich in allen Bräuchen auskennen. Die Freude am gemeinsamen Gottesdienst, am brüderlichen Leben in einer Mönchsgemeinschaft und an den damit verbundenen Chancen für die eigene Entwicklung und für das eigene Engagement in der Kirche für die Menschen von heute sind wichtige Voraussetzungen für den Schwung des Anfangs. Auf jeden Fall aber muss es dabei um Gott gehen und um die Sehnsucht nach IHM.

Um diese Sehnsucht lebendig zu erhalten, braucht man vor allem eine wirkliche Lernbereitschaft, die mehr ist als das Interesse, neue Kenntnisse vermittelt zu bekommen, seinen Platz zu finden oder sich irgendwie einzufügen. Vielmehr geht es um die Bereitschaft, sich auf einen Weg mit Gott und mit den Brüdern einzulassen. Dazu gehört vor allem die Offenheit für neue Sichtweisen und Erfahrungen im Hinblick auf Gott, auf sich selbst und auf andere (zuerst auf die Brüder). Das Alter spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Normale körperliche und seelische Belastbarkeit sind allerdings Voraussetzung.

 
Der Weg zum Vollmitglied
 
Praktikum Jemand, der auf der Huysburg Mönch werden will, wird nach dem ersten Kennenlernen zu einem mehrwöchigen Praktikum ins Kloster kommen, bei dem er das Beten, Arbeiten und Leben der Gemeinschaft so weit wie möglich teilt und von einem Verantwortlichen begleitet wird.
 
Kandidatur Wenn der Interessent um Aufnahme bittet, nimmt der Abt ihn nach der Abklärung mit den Verantwortlichen als Kandidat an, und es beginnt die Zeit der Kandidatur, die in der Regel nicht länger als ein Jahr dauert. Während dieser Zeit zieht man noch nicht ins Kloster um, sondern bleibt in seinem Lebensbereich und bei seiner Arbeit oder Ausbildung. In dieser Zeit ist Gelegenheit für beide Seiten, bei regelmäßigen Besuchen und Gesprächen zu prüfen, ob der Eintritt und der damit verbundene Aufwand sinnvoll und aussichtsreich ist (Umzug; vorläufige Regelung der wirtschaftlichen Angele-genheiten, Beendigung oder Unterbrechung der Arbeit bzw. der Ausbildung; Klärung von Beziehungen einschließlich eventueller Lösung aus einer Beziehung, die dem enthaltsamen Leben nicht entspricht).
 
Postulat Mit dem Einzug ins Kloster beginnt das dreimonatige Postulat, das in der Abtei St. Matthias in Trier verbracht wird und der Eingewöhnung in den klösterlichen Alltag (Beten, Arbeiten, Leben in der Gemeinschaft) dient. Von jetzt an wird der neue Bruder vom dortigen Novizenmeister begleitet.
 
Noviziat Am Beginn des einjährigen Noviziats steht die Einkleidung mit dem Mönchshabit und die Übergabe eines neuen Namens. Während des Noviziatsjahres gehen Novize und Mönchsgemeinschaft keine Bindung ein. Der Novize beteiligt sich halbtags an praktischen Arbeiten und Diensten und hat in der anderen Hälfte des Tages Unterricht bzw. Zeit zum Selbststudium. Die Zeit des Noviziats wird zu einem längeren Teil auch auf der Huysburg verbracht. Am Ende kann die Entscheidung für eine dreijährige Bindung stehen: Der Novize bittet um Zulassung zum dreijährigen Versprechen (Triennalprofess) und die Mönchsgemeinschaft stimmt dem zu.
 
Triennat Die nach dem Versprechen, für drei Jahre als Mönch zu leben, folgende Zeit, das Triennat, dient dem weiteren Hineinwachsen in das Leben als Mönch und in die Gemeinschaft, der Fortsetzung der Ausbildung bzw. der Abklärung der Berufstätigkeit und der entsprechenden Einarbeitung. Vor der Feierlichen Profess, dem endgültigen Versprechen zum Mönchsleben in dieser Gemeinschaft, entscheiden noch einmal Mönchsgemeinschaft und neuer Bruder über Ablegung der bzw. Zulassung zur Profess. Jetzt trifft der Bruder auch die Option, an welchem Ort – auf der Huysburg oder in Trier – er auf Dauer leben möchte.
 
Feierliche
Profess
Nach der Feierlichen Profess – nach etwa 4 bis 5 Jahren – ist der Bruder Vollmitglied der Gemeinschaft. Er entscheidet nun mit den anderen Brüdern in allen wichtigen Dingen (Personalfragen, Wirtschaftsangelegenheiten, Ausrichtung des Klosters usw.) und trägt die Verantwortung für den Weg der Gemeinschaft mit, so wie er auch damit rechnen kann, von der Brüdern mitgetragen zu werden.
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© Foto: Huysburg
 

Foto: Benedikt, der – auch bei Gegenwind – mit seinem Regelbuch unterwegs ist. Skulptur des hl. Benedikt im künftigen Innenhof unseres Kreuzgangs. (Bildhauer: Erich Peukert, Quedlinburg)


 
DER GUTE EIFER DER MÖNCHE

(aus Kapitel 72 der Regel des heiligen Benedikt, eine Art Vermächtnis an seine Brüder)
 
"Wie es einen bitteren und bösen Eifer gibt, der von Gott trennt und zur Hölle führt, so gibt es den guten Eifer, der von den Sünden trennt, zu Gott und zum ewigen Leben führt. Diesen guten Eifer sollen also die Mönche mit glühender Liebe in die Tat umsetzen, das bedeutet: Sie sollen einander in gegenseitiger Achtung zuvorkommen; ihre körper-
lichen und charakterlichen Schwächen sollen sie mit unerschöpflicher Geduld ertragen; im gegenseitigen Gehorsam sollen sie mitein-
ander wetteifern; keiner achte auf das eigene Wohl, sondern mehr auf das des anderen; die Bruderliebe sollen sie einander selbstlos erweisen; in Liebe sollen sie Gott fürchten; ihrem Abt seien sie in aufrichtiger und demütiger Liebe zugetan. Christus sollen sie überhaupt nichts vorziehen. Er führe uns gemeinsam zum ewigen Leben."

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